Handel und Immobilienwirtschaft: Vorsichtiger Optimismus

E-Commerce und Digitalisierung werden den Handel und die Immobilienwirtschaft weiter tiefgreifend verändern. Altbewährte Konzepte und bislang erfolgreiche Strategien müssen überprüft und ggf. angepasst werden. Der Druck auf die Unternehmen wächst. Doch wie reagieren Handel und Immobilienwirtschaft auf die fortschreitende Digitalisierung und den Strukturwandel? In unserem letzten Newsletter haben wir eine Umfrage gestartet, um so ein Stimmungsbild und persönliche Einschätzungen zur Geschäftsentwicklung und zu den aktuellen Herausforderungen zu bekommen.

Danach erwarten etwa zwei Drittel der befragten Unternehmen aus Handel und Immobilienwirtschaft für dieses Jahr eine eher positive Geschäftsentwicklung. Rund 33 Prozent rechnen mit einem gleichbleibenden Geschäft. Für den Handel zählen E-Commerce, Fachkräftemangel, Bürokratie und die sinkenden Kundenfrequenzen zu den größten Herausforderungen 2019. Die Immobilienwirtschaft sorgt sich vor allen Dingen um die Auswirkungen des Online-Handels auf verschiedene Assetklassen wie Highstreet, Shopping-Center, Fachmarktzentren etc. Joachim Stumpf, Geschäftsführer der BBE Handelsberatung und IPH Handelsimmobilien: „Unsere Umfrage zeigt deutlich, dass der Handel die Herausforderungen durch die Digitalisierung erkannt hat und reagieren muss. Doch viele Unternehmen spüren diesen Druck und sind verunsichert, weil sie merken, dass sie es alleine nicht schaffen. Gerade bei der richtigen Strategie und der praktischen Umsetzung ist externes Know-how so gefragt wie nie, um Fehlinvestitionen bzw. -entscheidungen möglichst zu vermeiden.“

Die Ergebnisse der Umfrage in der Immobilienwirtschaft, betonen, dass sich durch E-Commerce der Flächenbedarf weiter verändern wird. Selbst bonitätsstarke Unternehmen sind nicht mehr geschützt, wenn Kunden ihre Konzepte nicht mehr annehmen. Der Großteil der Befragten befürchtet, dass die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Nahversorgungsstandorte im Vergleich zu den Fachmarktlagen und insbesondere den Shopping-Centern weitaus geringer sein werden. Stumpf: „Die aktuelle Marktlage führt zu einer maximalen Verunsicherung. Man sieht dies vor allem an der größer werdenden Spreizung von Ertrags- und Substanzwerten und mittlerweile höheren Renditen von Fachmarktzentren gegenüber Shopping-Centern. Das sind zum Teil Marktübertreibungen: Auch wenn Nahversorgungszentren und 1A-Lagen in den Ballungsräumen nach wie vor sehr stabile Investments sind, muss man Standort für Standort und Lage für Lage gesondert beurteilen. In jeder Assetklasse gibt es nach wie vor nachhaltige Investmentchancen.“

Geschäftsführer
IPH Handelsimmobilien GmbH

Joachim Stumpf

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