Zu Besuch bei Freunden

Gemeinsam mit Architekten, Projektentwicklern und Eigentümern von Shopping Centern unternahmen Vertreter der IPH-Führungsriege eine lehrreiche Exkursion in vier britische Shopping-Center.

Welche aktuellen Trends prägen die Center-Landschaft in Großbritannien – und was davon lässt sich auch in Deutschland erfolgreich umsetzen? Um das herauszufinden, haben Lars Jähnichen, Geschäftsführer der IPH Centermanagement GmbH, Julia Graf, Regionalleiterin Center Management Süd und Center Manager Andreas Dörr, zusammen mit zehn weiteren Begleitern vier Center besucht und genauer unter die Lupe genommen.

Besondere Impulse erhielt das Team beim Thema Gastronomie. Im Gegensatz zu deutschen Centern können Gastronomen in britischen Objekten durchaus Ankermieter sein. Das gilt sowohl für Food-Courts als auch für einzelne Restauranteinheiten.

Bei den vom Team besuchten Food-Courts handelt es sich auch architektonisch um absolute Glanzstücke der Center. Besonders imposant ist der Bereich im intu Trafford Centre in Manchester: Er hat die Optik eines Kreuzfahrtschiffs und umfasst insgesamt 57 Anbieter und 1.600 Sitzplätze. Ähnlich beeindruckend ist der Streetfood-Court im Trinity Center in Leeds: Rohe Holzpaneele und Street-Art-Elemente sorgen für einen rustikalen Charme, ein Teil der Flächen wurde bewusst im Rohbau belassen. Unter anderem werden die Speisen sogar aus Food-Trucks heraus verkauft, die im Sechs-Wochen-Takt wechseln. Den Kunden bieten sich somit immer neue Gelegenheiten zum Entdecken.

Dass für britische Kunden der Besuch eines Shopping-Centers stärker zum kulturellen Leben und zur Freizeitgestaltung gehört, zeigt sich bei den Restaurants. Ob Steakhouse, italienisches Restaurant oder Sushi, innerhalb des Centers gibt es zahlreiche Auswahlmöglichkeiten. Das gehört zu einem ausgewogenen Mietermix unbedingt dazu. Oder anders gesagt: Während für die Besucher deutscher Shopping-Center der Einkauf beim Nahversorger oder Textilisten im Vordergrund steht und ein hochwertiges Gastronomieangebot einen Mehrwert darstellt, besuchen britische Kunden das Center gezielt deshalb, um sich mittags oder abends kulinarisch verwöhnen zu lassen.

Deutsche Center Manager sollten sich von diesen Vorbildern inspirieren lassen. Das gilt einerseits für den Anteil an Gastronomieflächen im Shopping-Center, der mit rund 15 Prozent deutlich höher ist als hierzulande. Andererseits können sie noch stärker auf die Vielfältigkeit der Mieter und die Qualität der Speisen achten, vielversprechend ist zum Beispiel eine Ausweitung des Streetfood-Angebots – auch ohne Food Trucks. Darüber hinaus zeigen die britischen Center eindrucksvoll, wie man mit architektonischen Akzenten für eine höhere Aufenthaltsqualität sorgen kann. Diesen Bonus sollten sich auch deutsche Center Manager mit ausgewählten Design-Akzenten sichern.

Ihre Ansprechpartnerin

Julia Graf

Tel: +49 173 5186194
E-Mail: julia.graf@iph-cm.de