Lebensmittelhandel: Mit Concept Stores beim Kunden punkten

Verfolgt man die Diskussion über die Tengelmann-Übernahme könnte man davon ausgehen, dass der Lebensmittelhandel nur noch aus Edeka, Rewe und einigen Discountern besteht. Erfolgreiche spezialisierte Konzepte zeigen jedoch das Gegenteil und bieten alternative Chancen für Vermieter.

Matthias Stich, Niederlassungsleiter Süd bei der IPH Handelsimmobilien GmbH: „Einkaufen soll ein Erlebnis für den Kunden sein. Für den stationären Handel ist dies in den vergangenen Jahren eines der wichtigsten Instrumente für Kundenbindung geworden. Die heutigen Konsumenten stellen hohe Anforderungen an Erreichbarkeit, individuelle Angebote und Service.“  Genau dort setzt der rheinland-pfälzische Weinhändler Vino an. In Zeiten, in denen viele Einzelhändler Geschäfte aufgeben oder sich verkleinern mussten, expandiert Vino und eröffnet neue Filialen in ganz Deutschland.
 
Das Geheimnis? Es werden alle Vorteile des sogenannten Concept Stores genutzt und umgesetzt. Ein hochwertiges Sortiment wird ansprechend präsentiert und regelmäßig erweitert bzw. verändert, um wiederkehrenden Kunden stets neue Produkte anbieten zu können. Bei Vino sind das mehr als 500 Weine in den unterschiedlichsten Preisklassen, die alle auf Qualität und Geschmack geprüft sind. Neben großzügigem und modernem Ambiente werden in Concept Stores Expertise und Service vorausgesetzt. Im Falle von Vino heißt das, dass Önologen, also ausgebildete Fachleute im Weinbau, in jeder Filiale alle Fragen zum Thema Wein fachlich fundiert beantworten und bei der Auswahl unterstützen.

Stich: „Concept Stores leben vom Event-Charakter. Um Kunden ein besonderes Erlebnis zu bieten, wurden für Vino spezielle Veranstaltungen entwickelt.“ Beliebt ist zum Beispiel der Abend „Wein und Käse“. Dort geht es unter anderem um die Frage, ob zum Käse tatsächlich nur ein Rotwein passt, selbstverständlich mit Kostproben. Stich: „Das Vino-Konzept ist eine attraktive Bereicherung für jeden Branchenmix und aufgrund der gesuchten Flächengrößen von 150 bis 300 m², kann die Ansiedlung auch in bestehenden Agglomerationen realisiert werden.“ Und Thomas Koppensteiner von der EUKOS GmbH, der Vino bei der Expansion unterstützt, ergänzt: „Für Vino sind neben den Flächengrößen, die ebenerdige Anbindung und direkt zugeordnete Stellplätze immens wichtig.“

Ihr Ansprechpartner:

 

Matthias Stich

Tel: +49 89 55118-151
E-Mail: stich.iph@bbe.de