„Digitale Sichtbarkeit ist ein Muss“

Shoppingcenter unterstützen die digitalen Strategien ihrer Mieter und treten immer geschickter und immer multimedialer mit den Kunden in Kontakt. Das Smartphone macht’s möglich.

Als VIP-Kunde ihres Lieblingstextilers weiß Antje Lanz, dass heute eine Rabattaktion startet. Diese gilt auch für Online-Einkäufe, was die berufstätige Werbemanagerin praktisch und zeitsparend findet. Doch in der Filiale im Einkaufszentrum gibt es zum reduzierten Shirt noch einen Gratis-Prosecco und eine kleine Modenschau dazu. Auch ihre Freundinnen wollen kommen. Den Umweg vom Büro ins Center plant Antje Lanz heute gerne ein. Und falls sie nach Büroschluss doch noch eine Mail verschicken muss, ist das inzwischen auch keine große Sache mehr. Seit sechs Monaten bietet das Center seinen Kunden kostenloses WLAN an.

„ Damit ist es aber nicht getan. Die digitale Sichtbarkeit wird für Shoppingcenter sowie ihre Mieter zu einem entscheidenden Positionierungsfaktor“, sagt IPH-Geschäftsführer Joachim Stumpf. Aus gutem Grund: Kunden sind inzwischen fast permanent online. Der ARD/ZDF-Onlinestudie vom Sommer 2016 zufolge surfen die Menschen in Deutschland inzwischen mehr als zwei Stunden am Tag im Internet, Jüngere sogar fast doppelt so lange. Das Smartphone ist dafür das beliebteste Gerät geworden und hat den PC abgehängt. Da ist es nur folgerichtig, dass auch der Handel reagiert und sich bei seinen Werbestrategien auf die Kommunikationsgewohnheiten seiner Kunden einstellt. Shoppingcenter übernehmen hierbei eine Schlüsselposition. „Sie bieten ihren Händlern eine Internetplattform, um auf Aktionen, Neuigkeiten, Events, Angebote oder Serviceleistungen hinzuweisen“, sagt Stumpf. Alles, was den Kunden rund um ein Center und das geplante Einkaufserlebnis interessieren könnte, müsse in dem Auftritt – Smartphone-fähig und benutzerfreundlich – gebündelt sein.

Die Erfahrung zeigt, dass nicht jede Betriebsform alle digitalen Kanäle bespielen muss. Je überregionaler die Ausstrahlung eines Einkaufszentrums ist, umso umfangreicher sollte das digitale Paket sein. Dabei kommt der Webseite eine große Bedeutung zu: Sie dient der klaren Positionierung des Centers, zeigt relevante Neuigkeiten wie beispielsweise neue Shops auf und weckt somit die Aufmerksamkeit der Kunden. Während also für ein Fachmarktzentrum eine mobilfähige Webseite genügt, sollte bei einem mittelgroßen Center noch mindestens ein Facebook-Auftritt implementiert werden. Bei den ganz großen Centern haben sich zusätzlich Imagefilme via Youtube-Kanäle und Instagram-Auftritte etabliert, die häufig zusammen mit externen Agenturen entwickelt werden. Kostenloses WLAN sollten allerdings alle Betriebsformen anbieten. Finanziert werden die verschiedenen Plattformen über die vertraglich festgelegten Werbeeinnahmen, die zusätzlich zur Miete entrichtet werden. Im Budget merken die Händler das kaum, da die Mehrausgaben für die digitalen Aktivitäten durch Rückgänge in den Printmedien – weniger Anzeigen, weniger Center-Zeitungen – kompensiert werden. Die Inhalte für den digitalen Centerauftritt stellen die Händler dem Centermanagement in regelmäßigen Abständen – etwa einmal wöchentlich – zur Verfügung und werden in den Auftritt implementiert. „Alle Händler profitieren davon, insbesondere aber die kleinen, die keine eigene Webpräsenz haben, wie zum Beispiel ein Schlüsseldienst“, sagt Stumpf.

Suchmaschine als Frequenzgarant

Kommuniziert wird über die digitalen Kanäle auch, welche „Click & Collect“-Angebote sich im Center befinden. Diese können ihrerseits zusätzliche Frequenz generieren, beispielsweise, wenn Kunden Waren im Shop retournieren und dabei andere Artikel mitnehmen. Als zentralen Erfolgsfaktor der digitalen Strategie nennt IPH-Geschäftsführer die Auffindbarkeit eines Centers. Sie beeinflusst die Anziehungskraft und somit auch den wirtschaftlichen Erfolg maßgeblich. Centermanager können verschiedene Wege nutzen, um die Sichtbarkeit zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Mit Google Analytics etwa ist es Center Managern, aber auch Mietern möglich, den Traffic von webfähigen Mobiltelefonen und Apps messen. So kann unter anderem festgestellt werden, wie häufig ein Center über Google gesucht wird oder auch, an welcher Stelle es dann genannt wird. Durch den Eintrag bei „Google Business“ wird ein Center in digitalen Karten markiert – was sich direkt auf den reellen Zulauf auswirkt. „Nur wer für seine Zielgruppen digital sichtbar ist, wird auch in der Realwirtschaft erfolgreich sein“, erklärt Stumpf.

Ihr Ansprechpartner

Geschäftsführer
IPH Handelsimmobilien GmbH

Joachim Stumpf

Tel.: +49 89 55118-143
Mobil: +49 174-3391568
E-Mail: stumpf@bbe.de